Eine musikalische Weltreise

Drei nette junge Stewardessen erwarteten die Besucher am Check-in-Schalter

Klezmer

und überreichten ihnen das Programm der Reise. Bayern, Österreich, USA, Irland, Grönland Skandinavien, Russland, Japan, England sowie Israel sollten angesteuert werden.

Das Konzert der Klarinettenklasse Anna Gutsmiedl und der Gitarrenklasse Eberhard Iro im Jubiläumsjahr der Musikschule stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Musizierens. Gleich acht der jüngsten Gitarristen stiegen ein, als die Reise mit einer „Zugfahrt“ losging. Und der Zug kam fröhlich pfeifend an, ohne dass nur einer „ausgestiegen“ wäre. Solch schöne Erfahrungen nimmt man mit, ebenso wie die musikalische Artenvielfalt, die es rund um den Globus anzutreffen gibt. Daniela Werkmann und Luzia Wensauer erhielten bei dieser Fahrt auch eine Junior1-Urkunde. Erster Halt mit „Boraischen“ war Bernried, wo die Klarinettisten Martin und Georg Landendinger gemeinsam mit Gutsmiedl die Zuhörer sehr plastisch mitten ins turbulente Kirchweihtreiben setzten. Noch in Bayern tanzten beim Volksmusikensemble Iros die Hexen wild übers Hackbrett. Später wusste es sehr gefühlvoll aus „Schwedischen Zeiten“ zu berichten. Aus Skandinavien stammten auch die wunderbar verträumten Klänge, die Anja Teichmann ihrer Klarinette bei „In Dreams“ entlockte.

Neun schwarze Hüte, Gitarren, Drums und Kontrabass: Lässig swingend schlenderte der Gitarrenspielkreis klangvoll durch „New York Skyline“, tingelte frohgemuten Ragtimeschrittes durch „Kansas City“. Gleich um die Ecke traf man die drei jungen Klarinettistinnen Johanna Hämmerl, Laura Fischer und Luisa Wölfel mit dem bekannten „O when the Saints“ und durch einen der bekanntesten Bezirke New Yorks gab es mit „Manhatten Rag“ und „Daisy“ eine ungeheuer mitreißende Stadtführung durch das Klarinettenduo Wolfgang Rockermeier und Gutsmiedl. Zwei gefällige Stücke für Gitarrenduo, beide schön lebendig vorgetragen, setzten wieder in die Alte Welt über, nach Irland: Lea Brunner und Felicia Wand spielten „Molly Malone“ und Theresa Faltermeier und Lukas Jacobsen „Time Driver“. Vanessa Lippes „Atte katte nuwa“ aus Grönland lud dann vor der Pause, in der der Förderverein die „Reisenden“ verköstigte, geradezu zum Mitsingen ein.

Eine sehr schwung- und klangvolle Art internationaler Begegnung gab es zu Beginn der zweiten Konzerthälfte, Bayerisches Volksmusikensemble traf Klezmer-Klarinettenquartett bei den traditionellen Liedern „Hava Nagila“ und „Chossn Kalah Mazel Tov“. Weiter nach Osten gewandt stimmte anschließend das Klarinettenensemble vital und mit sattem Klang Volklieder aus Russland und Japan an.

Schon etwas heißer wurden die Rhythmen in Mittelamerika, wo der Gitarrenspielkreis noch einmal Station machte, richtig „heiß“ dann bei Songs von „Green Day“ mit der Schulband „Crazy Rocks“. 

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