Erstklassig klassisch

Erstklassig klassisch – ein Konzert mit Klasse

Orchester bei ÖV

Der erste Vortragsabend der Musikschule im Jubiläumsjahr hielt, was sein Motto versprach: „Jugend konzertiert - erstklassig klassisch“. Es spielten Schüler der Klavierklasse Angelika Rohrmeier, der Violinklasse Wolfgang Holler und der Kontrabassklasse Matthias Hamburger. Schon wie sehnsuchtsvoll Marika Amesreiter auf ihrer Violine den Abend eröffnete, wie frech und dennoch akkurat Stella Strobl Kabalewskis „Clowns“ aus den Tasten winken ließ. Ausdrucksstark gestaltete Hannah Gschwind einen Violinkonzertsatz des russischen Geigers Anatoli Komarowski. Zurück in die Barockzeit gingen Pauline Lummer mit einer virtuos gespielten Violinsonate von G. Fr. Händel und die beiden Kontrabassisten Eugen Wildenauer und sein Lehrer. Christian Petzolds Menuett glich bei ihnen einem Tanz der Giganten. Doch auch Sophie Pitzers Vortrag eines Stückes von Ferdinand Küchler klang auf ihrer im Vergleich dazu kleinen Geige kraftvoll und energisch. Wie Colin (Geige) und Anton Stanglmeier (Klavier) „The Boy Paganini“ von Edward Mollenhauer vortrugen, daran hätte selbst Paganini seine Freude gehabt. Doch ansonsten steht im Fach Geige die Quotenregelung noch aus. Es glänzten die Damen, so wie etwa Stefanie Amesreiter, die so spielerisch leicht ein Mozart-Allegro interpretierte oder Felicitas Knoll, deren Czardas von Vittorio Monti leidenschaftlich und temperamentvoll erklang.

Zwei Pianisten, Preisträger des Jugend-musiziert-Wettbewerbs, trugen an diesem Abend ihr Wettbewerbsprogramm vor. Auf technisch und musikalisch hallerhöchsten Niveau war der Vortrag des jungen Pianisten Anton Stanglmeier: die Sonate e-Moll von Joseph Haydn Hob XVI:34, die Variationi Facili von Dimitri Kabalewski und Edvard Griegs Lyrische Stücke op. 47, Elegie. Ungemein emotional gestaltete Konstantin Priller die Rhapsodie h-Moll op. 79 von Johannes Brahms und Sergei Prokofjews „Teuflische Einflüsterung“ op. 4 hätte diabolischer nicht klingen können, war einfach teuflisch gut gespielt.

Filmmusik aus „Die Schöne und das Biest“ und „The greatest showman“, klang- und gefühlvoll vorgetragen vom das Rottenburger Kammerorchester unter Leitung von Holler, war schließlich ein wunderschöner Ausklang eines erstklassigen Konzertes.

 

 

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