Konzert Surprise

Es war ein Konzert voller Überraschungen

Surprise

Gäbe es eine Auszeichnung für das originellste Schülerkonzert, diese hätte sich zweifelsohne Angelika Rohrmeier verdient. Beim „Konzert Surprise“, dem gemeinsamen Vortragsabend ihrer Klavierschüler mit den Klarinetten- und Saxofonschülern der Klasse Sarah Kober am Freitag in der Musikschule versprach die Einladung „Lassen Sie sich überraschen“ keineswegs zu viel. Da half es auch nichts, wie bei Kabaretts oder Shows die ersten Reihen zu meiden, um nicht aufs Podium zu müssen. Quer durch den ganzen Saal waren Schnüre mit Zahlen und Kärtchen gespannt. So konnte keiner der Zuhörer seinem „vorbestimmten „Schicksal“ entkommen, beim Aufruf seiner über ihm schwebenden Zahl beispielsweise die damit verbundene Anmoderation des nächsten Stückes zu übernehmen.

Für Überraschung sorgte auch so manche Besetzung, manches Instrument. Selbstverständlich gab es abwechslungsreiche und darunter auch etliche sehr anspruchsvolle Solistenbeiträge. Constanze Hermanns „Don´t you worry“ und Alice Schweizers „Nuits blanches“ oder Hubert Rockermeiers Telemann-Fantasie (alle drei Saxofon) gehörten dazu ebenso wie Konstantin Prillers Beethovensonate in c-Moll, aber auch die Beiträge der beiden jungen Klarinettistinnen Vanessa Lippe und Maria Langwieser. Während letztere mit der Junior2-Urkunde ausgezeichnet wurden, ehrte Schulleiter Hartmut Brauß gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins der Städtischen Musikschule e. V. Rosa Lummer Konstantin Priller und Hubert Rockermeier für ihre tollen Leistungen beim letztjährigen Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ und Hubert beim Bundeswettbewerb. Beide erhielten als Anerkennung ihrer hervorragenden Leitungen vom Förderverein Gutscheine.

Wenn man vom Tanz auf den Tasten spricht, ist dies für gewöhnlich im übertragenen Sinne gemeint. Ganz wörtlich nahmen dies jedoch vier junge Pianistinnen. Sie „tanzten“, zwischendurch zum E-Piano wechselnd, auf einem Boden-Piano ihren Boogie. Andere wechselten die Instrumente mitten im Stück. Der Großteil blieb jedoch bei seinem Instrument und suchte sich einen Musizierpartner, so wie die Geigerin Pauline Lummer Stella Strobel als Klavierbegleiterin wählte, oder sie spielten vierhändig. Das taten gleich mehrere Geschwisterpaare, Theresa und Franziska Erlmeier etwa oder Marius und Konstantin Priller. Zwei junge Damen am Klavier sparten sich allerdings einen Begleiter. Sie begleiteten ihren schönen Gesang (Songs von Robbie Williams und Adele) kurzerhand selbst am Klavier.

Das einzige Vorhersehbare für die Zuhörer an diesem Abend voller Überraschungen war die Pausenbewirtung durch den Förderverein. Und die wurde vorhersehbar gut angenommen.