Tanzmelodien begeistern bei „Kaleidoskop der Tänze“ Ohr und Auge

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Zum „Kaleidoskop der Tänze“ hatte die Städtische Musikschule Rottenburg vergangenes Wochenende in die Aula der Grund- und Mittelschule Rottenburg geladen. Konzertverantwortliche Tatiana Orloff begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher. „Ein Kaleidoskop bietet dem Betrachter immer wieder neue Muster und Formen. Genauso vielfältig ist die Welt der Tänze im 18. und 19. Jahrhundert“, erläuterte Tatiana Orloff das Motto des Konzerts. Geigen- und Klavierschüler/innen von Tatiana Orloff (Klavier), Wolfgang Holler (Geige), Christiane Gueinzius (Klavier) und Angelika Rohrmeier (Klavier) ließen die Tänze dieser Zeit klanglich lebendig werden. Insgesamt drei Beiträge wurden ebenso als besondere Höhepunkte von den Tänzerinnen aus der Klasse von Nadine Kammermeier in schönen Choreographien umgesetzt. Im ersten Teil lag der Schwerpunkt auf Tänzen des 18. Jahrhunderts. Gerade Menuette waren an den damaligen Höfen sehr beliebt und wurde von vielen Komponisten vertont. Zur Einstimmung in die Zeit zeigte eine Videoeinspielung dem Publikum ein Menuett des Wiener Tanzensembles „Brokat“. Konstantin Dreher (Klavier) eröffnete im Anschluss den bunten Konzertreigen mit einem Menuett in G-Dur von Christian Petzold. Ebenfalls ein Menuett bot Laura Huber an der Violine dar. Sie zeigte, dass sich auch J.S. Bach diesem beliebten Tanz gewidmet hatte. Eine lebhafte Ecossaise (Kontratanz) von Beethoven spielte Lucia Wittmann am Klavier. Lucia begleitete auch die beeindruckende Darbietung der Tänzerinnen von Ballet 1 mit einer schwungvollen Polka von A. Zilinskis. 

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Greta Kindsmüller hatte Beethovens „Deutscher Tanz“ vorbereitet, Stefan Stefanov spielte eine schwungvolle Malaguena, Emma Hirsch beeindruckte mit einer auswendig gespielten, sehr gut intonierten Tarantella und Michael Adendorff verzauberte mit Chopins Nocturne (alle Klavier). Mit ihrer Geige und in Begleitung von Wolfgang Holler am Flügel lud Sophie Burgard zu einem Reigen, Rebecca Adendorf folgte mit einer auswendig sehr schön vorgetragenen Gavotte aus Mignon, Stella Spielbauer zeigte eine ebenfalls ohne Noten gespielte flotte Mazurka, Marlene Lummer interpretierte ein rhythmisch ins Blut gehende El Choclo und Katharina Nitzl spielte zum Polnischen Tanz auf. Der zweite Teil widmete sich dem 19. Jahrhundert, in dem der Walzer der König der Ballsäle wurde. Tanzfreunde und Komponisten verfielen dem ¾-Takt, geprägt von frischer Leichtigkeit, Bewegung und Emotion. So ließ Anna Gemkow am Flügel die „Donauwellen“ von Ivanovici glitzern, perfekt tänzerisch im anspruchsvollen Spitzentanz von Ballett 2 umgesetzt.Weitere Walzermelodien erklangen am Flügel sehr schön vorgetragen von Michael Poppe mit Schuberts Walzer in h-moll, von Joseph Becker mit „valse lente“ und Franz Metzger, der Chopins Walzer in a-moll darbot. Eine ausdrucksstarke Interpretation von Liszts Valse-Caprice zeigte Roland Maeusel. Katherina Martens widmete sich mit Arminta Walzer an der Geige ebenfalls den bis heute beliebten Tanz. Ferdinand Nitzl spielte ebenfalls mit der Geige eine dynamische Tarantella und Pauline Lummer interpretierte sehr gelungen einen Spanischen Tanz. Jasmin Beer spielte am Flügel den bekannten Ohrwurm „The Entertainer“, der in einer Revue-artigen Choreographie sehr erfrischend von den Jazz1-Tänzerinnen getanzt wurde. Als weiteren Höhepunkt spielte das Brüderpaar Collin (Geige) und Anton Stanglmeier (Klavier) die äußerst anspruchsvolle, perfekt intonierte Introduction und Tarantella von Sarasate. Als abschließendes Highlight des äußerst vielfältigen Konzerts mit sehr hochwertigen Beiträgen zeigten Tatiana Orloff (Klavier) und Wolfgang Holler (Geige) einen Tango von Gardel.

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